Berufsjäger*in - Berufsanerkennungsverfahren

Allgemeine Information

Rechtsgrundlagen:
- §§ 113 ff Jagdgesetz 1993, LGBl. Nr. 100/1993 in der Fassung LGBl. Nr. 21/2015; 
- Berufsjägergesetz, LGBl. Nr. 101/1993 in der Fassung LGBl. Nr. 37/2014; 
- Salzburger Landes-Wacheorganegesetz, LGBl. Nr. 66/1977 in der Fassung LGBl. Nr. 46/2001.

Der Jagdschutz umfasst die Überwachung der Einhaltung der in einem Jagdgebiet zu beobachtenden Bestimmungen des Jagdgesetzes 1993 und die Unterstützung des Jagdinhabers in der fachgerechten Jagdbetriebsführung. Der Jagdinhaber hat für einen ausreichenden und regelmäßigen Jagdschutz in seinen Jagdgebieten Sorge zu tragen und dabei insbesondere unter Bedachtnahme auf die für die Überwachung maßgeblichen Verhältnisse geeignete Personen in entsprechender Anzahl und in der erforderlichen Weise zu verpflichten und als Jagdschutzorgane durch die Bezirksverwaltungsbehörde bestellen und beeiden zu lassen. Jagdschutzorgane werden befristet für die Dauer der Jagdperiode bzw. für deren restliche Dauer bestellt.

Jagdschutzorgane sind entweder
- nebenberufliche Jagdschutzorgane oder
- Berufsjäger, wenn sie hauptberuflich als Jagdschutzorgane tätig sind; eine hauptberufliche Tätigkeit als Jagdschutzorgan liegt vor, wenn die Tätigkeit dem Erwerb des Lebensunterhaltes dient und keine andere erwerbsmäßige Tätigkeit als eine land- und forstwirtschaftlichen Nebenbeschäftigung ausgeübt wird.

Personen, die als Jagdschutzorgane in hauptberufliche Tätigkeit bestellt sind, sind zur Führung der Berufsbezeichnung „Berufsjäger“ berechtigt.

Fristen

Keine

Voraussetzungen

Als hauptberufliche Jagdschutzorgane können nur Personen bestellt werden, die
- österreichische Staatsbürger und eigenberechtigt sind,
- die für den hauptberuflichen Jagdschutzdienst erforderliche geistige, charakterliche und körperliche Eignung sowie Vertrauenswürdigkeit besitzen,
- die für ihre Tätigkeit notwendigen Kenntnisse aufweisen sowie mit den ihnen übertragenen Aufgaben des Jagdschutzdienstes vertraut sind,
- die ihnen bei Ausübung ihres öffentlichen Amtes zukommenden Rechte und Pflichten kennen;
- die Berufsjägerprüfung nach dem Berufsjägergesetz oder eine als gleichwertig anerkannte Prüfung erfolgreich abgelegt haben und 
- eine gültige Jahresjagdkarte besitzen.

Die erforderliche Vertrauenswürdigkeit ist jedenfalls nicht gegeben, wenn die betreffende Person wegen einer vorsätzlich begangenen gerichtlich strafbaren Handlung, die mit sechs Monaten oder höherer Freiheitsstrafe bedroht ist und nicht nur auf Verlangen des Verletzten verfolgt wird, rechtskräftig verurteilt worden ist, solange die Strafe nicht getilgt ist. Im übrigen ist die Vertrauenswürdigkeit auch danach zu beurteilen, ob sonstige und insbesondere mehrere Verurteilungen oder Bestrafungen vor allem wegen Übertretungen der in den Aufgabenbereich des Jagdschutzorganes fallenden Vorschriften vorliegen, die nicht getilgt sind bzw. noch nicht länger als fünf Jahre zurückliegen.

Die Berufsjägerprüfung ist vor einer bei der Salzburger Jägerschaft eingerichteten Prüfungskommission abzulegen.
Voraussetzungen für die Zulassung zur Berufsjägerprüfung siehe § 2 Berufsjägergesetz,  Ansuchen um Zulassung zur Berufsjägerprüfung und erforderliche Beilagen siehe § 3 Berufsjägergesetz ,  Prüfungsgegenstände der Berufsjägerprüfung siehe §4 Berufsjägergesetz . Die Anerkennung von von österreichischen Staatsbürgern im Ausland erworbenen Berufsausbildungen und –qualifikationen als der Berufsjägerprüfung gleichwertiger Nachweis erfolgt durch die Landesregierung.

Kosten:
Landesverwaltungsabgabe gemäß TP 1 der Anlage zur Landes- und Gemeindeverwaltungsverordnung 2012: € 27,90
Gebühren nach dem Gebührengesetz 1957, für Antrag/Eingabe gemäß § 14 TP 6 Abs. 1: € 14,30 und für Beilagen gemäß § 14 TP 5 Abs. 1 je Bogen: € 3,90, höchstens jedoch € 21,80 je Beilage

Zum Formular

Formular an die zuständige Bezirkshauptmannschaft

Zuständige Stelle

Die für das jeweilige Jagdgebiet örtlich zuständige Bezirksverwaltungsbehörde als Jagdbehörde.

Rechtsbehelfe

Gegen einen Bescheid ist eine Beschwerde zulässig. Die Beschwerde ist binnen vier Wochen bei der Behörde schriftlich einzubringen, die den Bescheid erlassen hat. Die Frist beginnt mit der erfolgten Zustellung der schriftlichen Ausfertigung bzw. im Fall der mündlichen Verkündung mit dieser.

Die Beschwerde hat weiters den Bescheid zu bezeichnen, gegen den sie sich richtet, sowie die belangte Behörde, die Gründe, auf die sich die Behauptung der Rechtswidrigkeit stützt, das Begehren sowie die Angaben, die erforderlich sind, um zu beurteilen, ob die Beschwerde rechtzeitig eingebracht ist, zu enthalten. Eine Beschwerde ist nicht mehr zulässig, wenn nach der Zustellung oder Verkündung des Bescheids von der Partei ausdrücklich auf die Beschwerde verzichtet wurde.

Im Übrigen enthält jeder Bescheid eine Rechtsmittelbelehrung, die die Information enthält, bei welcher Behörde und innerhalb welcher Frist das Rechtsmittel eingebracht werden muss.

Hilfs- und Problemlösungsdienste

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