Diplomsozialbetreuer*in - Berufsanerkennungsverfahren

Allgemeine Information

Es gibt folgende Tätigkeitsschwerpunkte:

• Altenarbeit (Diplom-Sozialbetreuerin oder Diplom-Sozialbetreuer A),
• Familienarbeit (Diplom-Sozialbetreuerin oder Diplom-Sozialbetreuer F)
• Behindertenarbeit (Diplom-Sozialbetreuerin oder Diplom-Sozialbetreuer BA) und
• Behindertenbegleitung (Diplom-Sozialbetreuerin oder Diplom-Sozialbetreuer BB)

Diplom-Sozialbetreuer/innen üben sämtliche Tätigkeiten aus, die auch von Fach-Sozialbetreuer/innen ausgeführt werden, tun dies aber auf Grundlage einer vertieften, wissenschaftlich fundierten Ausbildung mit höherer Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit. Diplom-Sozialbetreuer/innen nehmen über die unmittelbaren Betreuungsaufgaben hinausgehende konzeptive und planerische Aufgaben betreffend die Gestaltung der Betreuungsarbeit wahr. Sie verfügen über Kompetenzen der Koordination und der fachlichen Anleitung von Mitarbeiter/innen und Helfer/innen in Fragen der Sozialbetreuung. Diplom-Sozialbetreuer/innen wirken mit an der fachlichen Weiterentwicklung des Dienstleistungsangebotes der eigenen Organisation oder Einrichtung und führen Maßnahmen und Prozesse der Qualitätsentwicklung durch, wie zB Reflexion und Evaluation mithilfe anerkannter Verfahren und Instrumente. Der Tätigkeitsbereich der Diplom-Sozialbetreuer/innen umfasst einen eigenverantwortlichen Bereich und beim Schwerpunkt “Altenarbeit“, „Familienarbeit“ und „Behindertenarbeit“ einen Bereich, der die pflegerischen Befugnisse als Pflegehelferin oder als Pflegehelfer bzw. beim Schwerpunkt “Behindertenbegleitung” die Unterstützung bei der Basisversorgung umfasst.

Erforderliche Unterlagen

  • Nachweis über die Berufsberechtigung einer staatlich anerkannten Ausbildung in einem Sozialbetreuungsberuf (Diplom, Abschlusszeugnis etc.)
  • Detaillierter Lehrplan, aus dem die Dauer der Ausbildung sowie die auf die einzelnen Unterrichtsfächer entfallenden Lehrstunden, aufgeschlüsselt nach Theorie und Praxis, zu ersehen sind
  • allf. Arbeitsbestätigungen
  • Lebenslauf
  • Nachweis der Staatsangehörigkeit (zB Reisepass oder Personalausweis)
  • Nachweis eines Hauptwohnsitzes in Österreich oder Namhaftmachung eines Zustellungsbevollmächtigten
  • Heiratsurkunde oder andere Urkunden, falls der derzeitige Name nicht mit jenem auf Diplomen, Zeugnissen usw. übereinstimmt
  • Nachweis der erforderlichen Sprachkenntnisse (Zeugnisse, persönliche Vorsprache etc.)
  • ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes, welches bei Vorlage nicht älter als drei Monate ist;
  • polizeiliches Führungszeugnis (Leumundszeugnis) des Herkunftsstaates, welches bei Vorlage nicht älter als drei Monate ist;

Fristen

Keine

Kosten

Ergeben sich aus den gesetzlich vorgegebenen geltenden Gebührenvorschriften (Gebührengesetz, S.VuK.VO)

Rechtsgrundlagen

§ 20 Salzburger Sozialbetreuungsberufegesetz – S.SBBG, LGBl. Nr. 34/2009
iVm mit § 5 Salzburger Berufsqualifikationen-Anerkennungsgesetz - BQ-AnerG, LGBl. Nr. 35/2017, jeweils idgF

Voraussetzungen

Auf die Anerkennung von ausländischen Berufsausbildungen und –qualifikationen findet das Salzburger Berufsqualifikationen-Anerkennungsgesetz Anwendung. Sofern Gleichwertigkeit vorliegt, hat die Behörde die Gleichwertigkeit mit Bescheid anzuerkennen. Im Bescheid über die Anerkennung kann die Absolvierung von Ausgleichsmaßnahmen vorgeschrieben werden.

Zum Formular

Dieses Formular wird direkt in der zuständigen Behörde einlangen, es wird nicht im Wege des Einheitlichen Ansprechpartners gesendet.

Zusätzliche Informationen

Zuständige Stelle

Amt der Salzburger Landesregierung
Abteilung Gesundheit und Sport
Referat 9/01 Gesundheitsrecht und Gesundheitsplanung

Rechtsbehelfe

Gegen einen Bescheid ist eine Beschwerde zulässig. Die Beschwerde ist binnen vier Wochen bei der Behörde schriftlich einzubringen, die den Bescheid erlassen hat. Die Frist beginnt mit der erfolgten Zustellung der schriftlichen Ausfertigung bzw. im Fall der mündlichen Verkündung mit dieser.

Die Beschwerde hat weiters den Bescheid zu bezeichnen, gegen den sie sich richtet, sowie die belangte Behörde, die Gründe, auf die sich die Behauptung der Rechtswidrigkeit stützt, das Begehren sowie die Angaben, die erforderlich sind, um zu beurteilen, ob die Beschwerde rechtzeitig eingebracht ist, zu enthalten. Eine Beschwerde ist nicht mehr zulässig, wenn nach der Zustellung oder Verkündung des Bescheids von der Partei ausdrücklich auf die Beschwerde verzichtet wurde.

Im Übrigen enthält jeder Bescheid eine Rechtsmittelbelehrung, die die Information enthält, bei welcher Behörde und innerhalb welcher Frist das Rechtsmittel eingebracht werden muss.

Hilfs- und Problemlösungsdienste

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Zuständige Stelle

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